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Joanna Malinowska & C.T. Jasper (PL/US) - Who is afraid of Natasha?

Triënnale Brugge 2021 - Baron Ruzettepark - Joanna Malinowska & C.T. Jasper - Who is afraid of Natasha?

Joanna Malinowska und C. T. Jasper möchten im Begijnhof mit „Who is afraid of Natasha?“ auf eine vergessene Statue in der polnischen Stadt Gdynia aufmerksam machen. Natasha ist der Spitzname einer Statue, die viele Jahre lang auf einem Platz in Gdynia stand. Nach dem Ende der kommunistisch-sowjetischen Ära wurde die Statue an einen weniger sichtbaren Ort in der Stadt versetzt. Das Denkmal, eine Personifizierung eines Regimes, das die Bevölkerung unterdrückte, war vielen Bewohnern von Gdynia ein Dorn im Auge. Für Joanna Malinowska ist Natasha jedoch auch ein Bild aus ihrer Kindheit, ein Überbleibsel aus einer vergangenen Zeit, das Erinnerungen weckt.

Zusammen mit C. T. Jasper bringt sie Natasha nun nach Brügge. In Form einer Replik der Statue und eines Films erfährt man mehr über diese anonyme Frau, sodass sie einen neuen Hintergrund bekommt und für eine Weile zum Leben erweckt wird.

 

Kurzbiographie

Die Arbeit von Joanna Malinowska (geb. 1972 in Gdynia, Polen, lebt und arbeitet in New York) ist an der Schnittstelle von Anthropologie und Kunstgeschichte angesiedelt. Sie schafft Skulpturen, Installationen und Filme. Indem sie Gemeinsamkeiten verschiedener Kulturen hervorhebt, versucht sie, eine Brücke zwischen ihnen zu schlagen. Sie erforscht aktiv die Idee des kollektiven Bewusstseins, d. h, das Auftauchen ähnlicher Ideen in verschiedenen Teilen der Welt ohne direkte Interaktion oder Beeinflussung. Das Motiv des kulturellen Erbes mit einem Anflug von Politik findet sich in ihrem Werk oft wieder. Sie arbeitet oft mit ihrem Kunstpartner C. T. Jasper zusammen, der wie sie aus Polen stammt.

Joanna Malinowska & C.T. Jasper

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