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Den Tod vor Augen. Hugo van der Goes: Alter Meister, neue Blicke

Ab dem 28. Oktober präsentiert Musea Brugge die Ausstellung Den Tod vor Augen im Sankt-Jans-Hospital. Die Ausstellung, deren Ausgangspunkt das Meisterwerk Der Tod Mariä von Hugo Van der Goes bildet, umfasst mehr als siebzig Werke. Neben diesem flämischen Meisterwerk sind unter anderem Gemälde von Hans Memling, Jan Provoost und Albrecht Bouts, aber auch Skulpturen, Manuskripte und Musikstücke zu bewundern. Fünf „neue Meister“ – Berlinde De Bruyckere, Anne Teresa De Keersmaeker, Ilja Leonard Pfeijffer, Sholeh Rezazedeh und Ivo Van Hove – leiten jeweils eine Facette der Ausstellung ein und eröffnen eine neue Perspektive auf eines der wichtigsten Werke der weltberühmten Sammlung „Flämische Primitive“ von Musea Brugge.

Das Werk Der Tod Mariä von Hugo van der Goes steht bildlich und im übertragenen Sinne im Mittelpunkt dieser Ausstellung. Das zwischen 1470 und 1472 entstandene Gemälde zeigt eine bleiche, blau gekleidete Jungfrau auf dem Sterbebett, um das sich kreisförmig eine Gruppe von Aposteln schart. Das Meisterwerk wurde zwischen 2018 und 2022 umfassend restauriert und wird nun zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentiert.

Anhand von sechs Themenbereichen befasst sich die Ausstellung eingehender mit Der Tod Mariä. Jedes Thema wird anhand verschiedener Meisterwerke aus der eigenen Sammlung und aus ganz Europa erarbeitet. Die Ausstellung umfasst unter anderem Gemälde von Hans Memling, Jan Provoost und Albrecht Bouts, aber auch Skulpturen, Manuskripte und Musikstücke, die sich mit dem Thema „Tod“ auseinandersetzen. Insgesamt werden mehr als siebzig Kunstwerke zu sehen sein.

Wie kommt es, dass ein Werk fünf Jahrhunderte später immer noch universelle Themen anspricht, über die wir miteinander reden können? Dass das Gemälde aktueller denn je ist, beweisen fünf „neue Meister“, die jeweils eine Facette der Ausstellung einleiten. Sie alle sind Virtuosen auf ihrem Gebiet und wurden auf die eine oder andere Weise von Der Tod Mariä berührt. Per Videobotschaft erläutern sie ihre innovative Sicht auf die Themen des Werks.

  • Berlinde De Bruyckere (1964) war als belgische Spitzenkünstlerin mit zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland in renommierten Museen vertreten.
  • Anne Teresa De Keersmaeker (1960) zählt zu den bekanntesten belgischen Choreografinnen und Tänzerinnen. Sie gründete das weltberühmte Ensemble Rosas und gilt als Inspirationsquelle und Mentorin für Tanzensembles aus der ganzen Welt.
  • Ilja Leonard Pfeijffer (1968) ist ein niederländischer Dichter und Autor von Bestsellern wie Grand Hotel Europa und La Superba, wofür er den Libris-Literaturpreis erhielt.
  • Sholeh Rezazadeh (1989) ist eine junge iranisch-niederländische Schriftstellerin und Ärztin. Mit ihrem Debütroman „De hemel is altijd paars“ (Der Himmel ist immer lila) erregte sie die Aufmerksamkeit der internationalen Literaturwelt und gewann mehrere Preise.
  • Ivo van Hove (1958) fungiert als Theater- und Opernregisseur sowie als Direktor des Internationaal Theater Amsterdam. Er hat bereits mit mehreren internationalen Spitzenkünstlern zusammengearbeitet, darunter David Bowie für das Musical Lazarus.
     

Im Rahmen der Ausstellung veranstaltet Musea Brugge auch verschiedene öffentliche Aktivitäten, darunter ein Konzert- und Bühnenprogramm in Zusammenarbeit mit unter anderem dem Concertgebouw Brugge (Konzerthalle), Cactus Muziekcentrum, VIERNULVIER und KAAP.

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